Neurodiversität im Beruf – Teil 5: Marie

Wie geht es autistischen Menschen am Arbeitsplatz? Sprechen sie über ihre Diagnose oder verheimlichen sie sie? Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Wie gestalten sie ihren Tag? Mit welchen Schwierigkeiten sind sie konfrontiert?

Diese Fragen durfte ich mehreren Autist*innen stellen.



Teil 1 der Serie: Claudia: “Durch meine Offenheit ergänzen wir uns gut.”

Teil 2: Simone: „Manchmal geht es auch ohne institutionelle Hilfen.“

Teil 3: Klara: “Sich als Psychologin mit Autismus zu outen würde nicht gut ausgehen.”

Teil 4: Paul: „Entspannung ist eher schwierig für mich, weil ich einer der Menschen bin, die immer Input brauchen.“

Marie: “Wenn Deine Weitsicht durch das Wissen über deinen Autismus relativiert wird, ist das kein schönes Gefühl.”

Marie arbeitet in einem Beruf, in dem man autistische Menschen gern und fast schon klischeehaft sieht, der jedoch nicht automatisch barrierefrei für sie ist. Das zeigen auch ihre Erfahrungen.

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Neurodiversität im Beruf – Teil 4: Paul

Wie geht es autistischen Menschen am Arbeitsplatz? Sprechen sie über ihre Diagnose oder verheimlichen sie sie? Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Wie gestalten sie ihren Tag? Mit welchen Schwierigkeiten sind sie konfrontiert?

Diese Fragen durfte ich mehreren Autist*innen stellen.



Teil 1 der Serie: Claudia: “Durch meine Offenheit ergänzen wir uns gut.”

Teil 2: Simone: „Manchmal geht es auch ohne institutionelle Hilfen.“

Teil 3: Klara: “Sich als Psychologin mit Autismus zu outen würde nicht gut ausgehen.”

Paul: „Entspannung ist eher schwierig für mich, weil ich einer der Menschen bin, die immer Input brauchen.“

Auch Paul hat einen Job, in dem man Behinderung und Neurodiversität nicht vermutet. Für ihn ist das ein Grund, nicht offen über seine Diagnosen zu sprechen – auch, wenn er das gern würde.

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Neurodiversität im Beruf – Teil 3: Klara

Man geht davon aus, dass etwa 80% der arbeitsfähigen Autist*innen erwerbslos sind. Diese Zahl sorgt immer wieder für Erstaunen, steht sie doch im starken Kontrast zur oft guten Ausbildung dieser Menschen. Die Ursachen dafür sind vielfältig.

Eine mögliche Ursache ist das Bild, das die Gesellschaft von Autist*innen hat. Für viele sind sie die schrulligen, anpassungsunfähigen und sozial inkompetenten Nerds, die jeder Person ungefragt die Wahrheit ins Gesicht sagen und sich kaum ein “Guten Morgen” abringen können.

Doch wie geht es autistischen Menschen am Arbeitsplatz tatsächlich? Sprechen sie über ihre Diagnose oder verheimlichen sie sie? Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Wie gestalten sie ihren Tag? Mit welchen Schwierigkeiten sind sie konfrontiert?

Diese Fragen durfte ich mehreren Autist*innen stellen.



Teil 1 der Serie findet ihr hier: Claudia: “Durch meine Offenheit ergänzen wir uns gut.”

Teil 2: Simone: „Manchmal geht es auch ohne institutionelle Hilfen.“

Klara: “Sich als Psychologin mit Autismus zu outen würde nicht gut ausgehen.”

Klara kenne ich seit vielen Jahren von Twitter. Dort hat sie immer wieder Einblicke in ihre Ausbildung und ihren Beruf gewährt, in dem sie als Autistin vor besonderen Herausforderungen steht.

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Entspannungshilfe Gewichtsdecke

Wir Autist*innen sind vom Alltag sehr gestresst.
Den ganzen Tag über Sinnesreizen ausgesetzt sein, die man nicht filtern kann, ist sehr anstrengend. Situationen, Vorgänge und Veränderungen zu händeln, die man oft nicht kontrollieren kann, erzeugt Anspannung und Druck und kostet viel Kraft.

Jeden Tag müssen wir abschätzen, welche Termine, Erledigungen und Kontakte sich mit der Energie ausgehen, die wir gerade zur Verfügung haben und wo wir auf Teilhabe verzichten müssen. Zu all dem ist es oft erforderlich, mit starken Ängsten zurechtkommen, die viele Alltagssituationen überschatten.

Die Erholungszeit, die uns ein normaler Alltag zugesteht, reicht oft nicht aus, um unsere Batterien wieder aufzuladen. Wir schlafen schlecht, sind unruhig, quälen uns durch Overloads. Manche von uns kommen damit in eine Abwärtsspirale, an deren Ende man kraftlos zurückbleibt.

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Rezension: „The Autism Friendly Guide to periods“

Menstruation ist noch immer ein Tabu. Als 2019 ein Menstruations-Emoji in die Liste der offiziellen Emojis aufgenommen wurde, löste es hitzige Diskussionen aus. Dieses Emoji sollte Mädchen und Frauen bzw. Menschen mit Uterus ermutigen, selbstbewusst und selbstverständlich mit ihrer Periode umzugehen.  

Viele User*innen forderten in den Kommentarspalten und sozialen Medien entrüstet die Abschaffung des kleinen, roten Blutstropfens. Sie sahen keine Notwendigkeit, über so etwas wie Menstruation zu sprechen.

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Neurodiversität im Beruf – Teil 2: Simone

Man geht davon aus, dass etwa 80% der arbeitsfähigen Autist*innen erwerbslos sind. Diese Zahl sorgt immer wieder für Erstaunen, steht sie doch im starken Kontrast zur oft guten Ausbildung dieser Menschen. Die Ursachen dafür sind vielfältig.

Eine mögliche Ursache ist das Bild, das die Gesellschaft von Autist*innen hat. Für viele sind sie die schrulligen, anpassungsunfähigen und sozial inkompetenten Nerds, die jeder Person ungefragt die Wahrheit ins Gesicht sagen und sich kaum ein “Guten Morgen” abringen können.

Doch wie geht es autistischen Menschen am Arbeitsplatz tatsächlich? Sprechen sie über ihre Diagnose oder verheimlichen sie sie? Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Wie gestalten sie ihren Tag? Mit welchen Schwierigkeiten sind sie konfrontiert?

Diese Fragen durfte ich mehreren Autist*innen stellen.

Teil 1 der Serie findet ihr hier: Claudia: “Durch meine Offenheit ergänzen wir uns gut.”

Simone: „Manchmal geht es auch ohne institutionelle Hilfen.“

Simone wurde meine Suche nach Erfahrungsberichten berufstätiger Autist*innen von einem Kollegen zugetragen und sie meldete sich direkt bei mir. Derzeit arbeitet sie in einem Softwareunternehmen, das keinen expliziten Bezug zu Autismus hat, aber viel Wert auf Diversität legt. Sie hat mir ausführlicher davon erzählt:

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Neurodiversität im Beruf – Teil 1: Claudia

Man geht davon aus, dass etwa 80% der arbeitsfähigen Autist*innen erwerbslos sind. Diese Zahl sorgt immer wieder für Erstaunen, steht sie doch im starken Kontrast zur oft guten Ausbildung dieser Menschen. Die Ursachen dafür sind vielfältig.

Eine mögliche Ursache ist das Bild, das die Gesellschaft von Autist*innen hat. Für viele sind sie die schrulligen, anpassungsunfähigen und sozial inkompetenten Nerds, die jeder Person ungefragt die Wahrheit ins Gesicht sagen und sich kaum ein “Guten Morgen” abringen können.

Doch wie geht es autistischen Menschen am Arbeitsplatz tatsächlich? Sprechen sie über ihre Diagnose oder verheimlichen sie sie? Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Wie gestalten sie ihren Tag? Mit welchen Schwierigkeiten sind sie konfrontiert?

Diese Fragen durfte ich mehreren Autist*innen stellen.

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Mysterium „weiblicher Autismus“

Meine Mutter hat für jedes von uns Kindern ein Fotoalbum angelegt und zu den Fotos auch die Bilder gesteckt, die wir in der Zeit gemalt haben. Nimmt man die Bilder heraus und dreht sie herum, liest man folgendes: „Apfelbaum von Marlies, 2 Jahre“. „Apfelbaum von Marlies, 3 Jahre“. „Apfelbaum von Marlies, 4 Jahre“. „Apfelbaum von Marlies, 5 Jahre“.

Erzieher*innen, Lehrer*innen, meine Eltern – alle fanden es merkwürdig. Aber eine Erklärung fand man nicht. Autismus bei Mädchen? Das gibt’s doch gar nicht, dachte man. Doch woher rührt diese Annahme? Weiterlesen