“Love on the Spectrum” – Liebe unter Beobachtung

(c) Netflix

Wann immer eine neue Serie oder ein neuer Film zum Thema Autismus erscheint, ähneln sich die Reaktionen: Nichtautist*innen sind gern unreflektiert begeistert, Autist*innen ängstlich und besorgt über die Art, wie sie dargestellt werden. Zuletzt ließ sich das bei der coming-of-age Serie Atypical beobachten. Nun gibt es einen neuen Anlass.

Am 22. Juli 2020 veröffentlichte Netflix die 5 Folgen umfassende Dokuserie “Love on the Spectrum”, die für den australischen Fernsehsender ABC produziert wurde. “Love on the Spectrum” ist nicht die erste Serie mit behinderten Protagonist*innen aus der Hand des  Produzenten und Regisseurs Cian O’Clery. 2018 erschien “Employable Me”, eine australische Dokumentarserie, in der Menschen mit körperlichen Behinderungen oder Neurodiversitäten bei der Arbeitssuche unterstützt wurden. 

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Rezension: „Annika Rose und die Logik der Liebe“

Die meisten Texte und Bücher, die ich zum Thema Autismus lese, sind Berichte und Erzählungen Betroffener, Fachbücher oder Ratgeber. Romane waren bislang nicht dabei. „Annika Rose und die Logik der Liebe“ von Tracey Garvis Graves bricht nun mit dieser Gewohnheit.

Das 320seitige Buch erschien im Dezember 2019 im Knaur Verlag als Übersetzung des Originaltitels „The Girl He Used to Know“.

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Sozialkontakte pflegen während Covid 19, Social Distancing und Ausgangsbeschränkung

Eines der Diagnosekriterien für das Autismusspektrum ist ein Defizit in der sozialen Kommunikation und Interaktion. Das kann die Wechselseitigkeit von Kommunikation betreffen oder das Teilen von Interessen. Auch das Initiieren von Kontakten und Gesprächen kann herausfordernd sein. Oft haben autistische Menschen Probleme, nonverbale Kommunikation zu verstehen. Dazu gehören Körpersprache und Mimik. Manche Autist*innen haben auch selbst eine eingeschränkte Mimik und eine reduzierte Körpersprache.

Als Person im Spektrum ist man all das von Geburt an gewohnt. Manchen gelingt es trotzdem, Freundschaften und Partnerschaften zu führen. Andere finden alternative Möglichkeiten oder sind mit wenigen Kontakten zufrieden. Viele Autist*innen berichten aber auch von Einsamkeit und vermissen es, Menschen um sich zu haben, mit denen sie enge soziale Beziehungen führen können.

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Gedanken zum Weltautismustag 2020

Kaum zu glauben: Erst 2006 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Behindertenrechtskonvention, ein Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. 2008 trat sie in Kraft. Heute, im Jahr 2020 hält sich noch immer kein Land in Gänze daran. Nur einzelne Punkte werden, mal mehr, mal weniger motiviert und oft mit spärlichen finanziellen Mitteln umgesetzt.

Ebenfalls 2008 führten die Vereinten Nationen den Welt-Autismus-Tag ein. An diesem Tag soll auf Autismus und die damit einhergehenden Barrieren, die uns die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschweren, aufmerksam gemacht werden.

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Stressabbau mit Gewichtsdecken

Als ich euch letztens nach euren Erfahrungen mit der Corona-Krise und den ersten Woche mit Ausgangsbeschränkung gefragt habe, haben viele von euch erzählt, dass sie schlecht schlafen und dauerhaft sehr angespannt sind. 

Obwohl man theoretisch weiß, was zu tun ist – Strukturen schaffen, Routinen neu etablieren – klappt es oft nicht so gut, wie man möchte. Das frustriert natürlich, ist aber völlig normal. Denn die aktuellen Veränderungen machen vielen neurodiversen Menschen sehr zu schaffen. Viele von uns sorgen sich zusätzlich noch um Familie und Freund*innen, um ihre Jobs und Existenzen. Wir sind voller Angst vor den Veränderungen, die nach der Krise auf uns zukommen könnten und verlieren uns in Gedankenspiralen. Diese Ängste und der damit verbundene Stress machen es oft noch schwerer, wieder ins sprichwörtliche Gleichgewicht zu kommen.

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Entspannungshilfe Gewichtsdecke

Wir Autist*innen sind vom Alltag sehr gestresst.
Den ganzen Tag über Sinnesreizen ausgesetzt sein, die man nicht filtern kann, ist sehr anstrengend. Situationen, Vorgänge und Veränderungen zu händeln, die man oft nicht kontrollieren kann, erzeugt Anspannung und Druck und kostet viel Kraft.

Jeden Tag müssen wir abschätzen, welche Termine, Erledigungen und Kontakte sich mit der Energie ausgehen, die wir gerade zur Verfügung haben und wo wir auf Teilhabe verzichten müssen. Zu all dem ist es oft erforderlich, mit starken Ängsten zurechtkommen, die viele Alltagssituationen überschatten.

Die Erholungszeit, die uns ein normaler Alltag zugesteht, reicht oft nicht aus, um unsere Batterien wieder aufzuladen. Wir schlafen schlecht, sind unruhig, quälen uns durch Overloads. Manche von uns kommen damit in eine Abwärtsspirale, an deren Ende man kraftlos zurückbleibt.

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Rezension: „The Autism Friendly Guide to periods“

Menstruation ist noch immer ein Tabu. Als 2019 ein Menstruations-Emoji in die Liste der offiziellen Emojis aufgenommen wurde, löste es hitzige Diskussionen aus. Dieses Emoji sollte Mädchen und Frauen bzw. Menschen mit Uterus ermutigen, selbstbewusst und selbstverständlich mit ihrer Periode umzugehen.  

Viele User*innen forderten in den Kommentarspalten und sozialen Medien entrüstet die Abschaffung des kleinen, roten Blutstropfens. Sie sahen keine Notwendigkeit, über so etwas wie Menstruation zu sprechen.

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