ABA stoppen – Ein erster Schritt.

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Die Belange von Autist*innen stehen in der Regel nicht auf der politischen Agenda – weder in Sachen Bildung, noch mit Themen, die das Schwerbehindertenrecht betreffen. Und das, obwohl sich selbst der UN-Generalsekretär bereits zu unserer Lage geäußert hat. Wir fühlen uns dadurch nur noch mehr als Personen, deren Rechte nicht anerkannt und deren Bedürfnisse ignoriert werden. So wie im bereits seit Jahren geführten Kampf gegen die Therapiemethode ABA, die Elemente aus Folter und Missbrauch enthält und trotzdem als Nummer Eins-Therapiemethode für Autist*innen gilt. Allein die Tatsache, dass eine derart schädigende, traumatisierende Methode im Jahre 2016 noch angewandt werden darf, sollte uns schon erschrecken. Umso schlimmer ist es, dass sie von Organisationen wie Aktion Mensch – die sich laut eigenen Angaben für Menschen mit Behinderung einsetzen – mit sechsstelligen Summen gefördert wird.
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Diagnose Autismus – Was nun?

Gerade für erwachsene Menschen ist der Weg zur Autismusdiagnose steinig und schwer. In der Regel liegen umfangreiche Probleme vor, bevor der Verdacht auf Autismus überhaupt erst entsteht. Daher glaubt man schnell, eine Autismusdiagnose bringt – wird sie denn dann gestellt – im Handumdrehen Erleichterung und Lebensqualität. Weiß man erst, woran es liegt, kommt sicher schnell wieder alles in Ordnung. Doch das ist zu kurz gedacht.
Warum ist gerade die Zeit nach der Diagnose so schwer und wie übersteht man sie am besten?

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ABA und die Kritik daran – Eine Zusammenfassung.

Wenn Nichtautisten eines in den Fokus stellen, dann die Notwendigkeit, Menschen mit Autismus möglichst effektiv und schnell zu therapieren, mit dem Ziel, autistisches Verhalten auszulöschen. Diese erzwungene Anpassung an die Norm nimmt zuweilen krude, aber auch gefährliche Züge an. Eine erschreckend beliebte, oft empfohlene und von Autisten selbst stark kritisierte Therapieform ist ABA – Applied Behavior Analysis.

Kann etwas, das von Autismusverbänden und Elternvereinigungen so hoch gelobt und von Aktion Mensch mit hohen Summen gefördert wird, so schlecht sein, dass Autisten selbst sich dagegen wehren und verzweifelt versuchen, Gehör zu finden?

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Autistischer Affenzirkus

In China haben Forscher autistische Affen gezüchtet, die jetzt geheilt werden sollen. Das ist in jeder Hinsicht der falsche Ansatz, sich dem komplexen Thema Autismus zu nähern.

 

Als AutistIn ist man es beinahe schon gewohnt, medial verhöhnt und gedemütigt zu werden. Nicht nur, dass Autismus ein fancy Schimpfwort für so ziemlich alles ist, was man abwerten möchte. Auch die Berichterstattung über Autismus an sich ist mehr als kritisch zu betrachten. Mal ist es ein bedauerlicher Einzelfall, gelegentlich eine Modeerkrankung, ein andermal eine Epidemie. Es liegt selten im Interesse des Journalismus, eine neurologische Diversität wie Autismus ohne clickbaitgerechte Schlagzeilen und Mitleid erweckende Phrasen darzustellen. So entsteht in der Öffentlichkeit ein Bild, das AutistInnen irgendwo zwischen dem beängstigend hochbegabten Wunderkind mit fragwürdigem Modegeschmack und Sheldon Cooper-artigem Sozialverhalten und dem mutistischen, windeltragenden Pflegefall ansiedelt – je nachdem, welche Darstellung gerade die größere Aufmerksamkeit erzielen könnte. Weiterlesen