ABA und die Kritik daran – Eine Zusammenfassung.

Wenn Nichtautisten eines in den Fokus stellen, dann die Notwendigkeit, Menschen mit Autismus möglichst effektiv und schnell zu therapieren, mit dem Ziel, autistisches Verhalten auszulöschen. Diese erzwungene Anpassung an die Norm nimmt zuweilen krude, aber auch gefährliche Züge an. Eine erschreckend beliebte, oft empfohlene und von Autisten selbst stark kritisierte Therapieform ist ABA – Applied Behavior Analysis.

Kann etwas, das von Autismusverbänden und Elternvereinigungen so hoch gelobt und von Aktion Mensch mit hohen Summen gefördert wird, so schlecht sein, dass Autisten selbst sich dagegen wehren und verzweifelt versuchen, Gehör zu finden?

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Autistischer Affenzirkus

In China haben Forscher autistische Affen gezüchtet, die jetzt geheilt werden sollen. Das ist in jeder Hinsicht der falsche Ansatz, sich dem komplexen Thema Autismus zu nähern.

 

Als AutistIn ist man es beinahe schon gewohnt, medial verhöhnt und gedemütigt zu werden. Nicht nur, dass Autismus ein fancy Schimpfwort für so ziemlich alles ist, was man abwerten möchte. Auch die Berichterstattung über Autismus an sich ist mehr als kritisch zu betrachten. Mal ist es ein bedauerlicher Einzelfall, gelegentlich eine Modeerkrankung, ein andermal eine Epidemie. Es liegt selten im Interesse des Journalismus, eine neurologische Diversität wie Autismus ohne clickbaitgerechte Schlagzeilen und Mitleid erweckende Phrasen darzustellen. So entsteht in der Öffentlichkeit ein Bild, das AutistInnen irgendwo zwischen dem beängstigend hochbegabten Wunderkind mit fragwürdigem Modegeschmack und Sheldon Cooper-artigem Sozialverhalten und dem mutistischen, windeltragenden Pflegefall ansiedelt – je nachdem, welche Darstellung gerade die größere Aufmerksamkeit erzielen könnte. Weiterlesen