Die Angst vor dem Vergessenwerden

Die Covid-Krise hat die Welt nachhaltig erschüttert. Sie hat uns Grenzen aufgezeigt und das Leben, wie wir es kannten grundlegend verändert – unsere Reisemöglichkeiten, Treffen mit Freund:innen, unser Einkaufsverhalten, das Familienleben und die Art, wie wir arbeiten. Was uns Anfang 2020 als Unannehmlichkeit von wenigen Monaten erschien, lässt sich bis heute, über ein Jahr später, noch immer nicht in Gänze erfassen.

Während die Öffentlichkeit vor allem darüber diskutierte, wie sich die Krise auf unser Leben auswirkt, was sie mit unserer Psyche macht und in welcher Reihenfolge geimpft wird, wurde mir eins klar: Wir sind keine solidarische Gesellschaft. Wir schauen noch weniger als ohnehin schon auf marginalisierte Gruppen.

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Sozialkontakte pflegen während Covid 19, Social Distancing und Ausgangsbeschränkung

Eines der Diagnosekriterien für das Autismusspektrum ist ein Defizit in der sozialen Kommunikation und Interaktion. Das kann die Wechselseitigkeit von Kommunikation betreffen oder das Teilen von Interessen. Auch das Initiieren von Kontakten und Gesprächen kann herausfordernd sein. Oft haben autistische Menschen Probleme, nonverbale Kommunikation zu verstehen. Dazu gehören Körpersprache und Mimik. Manche Autist*innen haben auch selbst eine eingeschränkte Mimik und eine reduzierte Körpersprache.

Als Person im Spektrum ist man all das von Geburt an gewohnt. Manchen gelingt es trotzdem, Freundschaften und Partnerschaften zu führen. Andere finden alternative Möglichkeiten oder sind mit wenigen Kontakten zufrieden. Viele Autist*innen berichten aber auch von Einsamkeit und vermissen es, Menschen um sich zu haben, mit denen sie enge soziale Beziehungen führen können.

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