Liebesgeschichte (4)

„Am schönsten“, sagtest Du mit rauer Stimme, „Am schönsten bist Du, wenn Du nichts außer mein T-Shirt trägst und Dein Haar ganz zerzaust ist von ungestümen Zärtlichkeiten.“ und senktest die Bettdecke auf unsere Häupter, die nun den neuen Himmel unserer kleinen Welt bildete. Als wir kichernd die Köpfe zusammensteckten, klack-klack-klapperten die Bügel unserer Brillen aneinander, klack-klack-klapperten verheißungsvolle Geschichten vom Erkunden sinneshungriger Münder und wenn ich mich daran zurückerinnere, kann ich mir kein schöneres Geräusch mehr vorstellen. Dann denke ich an die kleinen Lieder, die wir gemeinsam ersannen, Melodien, geschaffen in der Gewissheit, dass alle Liebe der Welt nur uns gehörte und daran, dass wir sie mit Worten schmückten, die immer etwas kindlich und holprig klangen und ich weiß nicht mehr, was mit uns geschehen ist und wie wir uns überhaupt auseinanderlieben konnten.

 

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