Neurodiversität im Beruf – Teil 1: Claudia

Man geht davon aus, dass etwa 80% der arbeitsfähigen Autist*innen erwerbslos sind. Diese Zahl sorgt immer wieder für Erstaunen, steht sie doch im starken Kontrast zur oft guten Ausbildung dieser Menschen. Die Ursachen dafür sind vielfältig.

Eine mögliche Ursache ist das Bild, das die Gesellschaft von Autist*innen hat. Für viele sind sie die schrulligen, anpassungsunfähigen und sozial inkompetenten Nerds, die jeder Person ungefragt die Wahrheit ins Gesicht sagen und sich kaum ein “Guten Morgen” abringen können.

Doch wie geht es autistischen Menschen am Arbeitsplatz tatsächlich? Sprechen sie über ihre Diagnose oder verheimlichen sie sie? Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Wie gestalten sie ihren Tag? Mit welchen Schwierigkeiten sind sie konfrontiert?

Diese Fragen durfte ich mehreren Autist*innen stellen.

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Kommentar zur parlamentarischen Bürgerinitiative „fairändern“

Schwangere Person hält ein Ultraschallbild eines Fötus vor ihrem Bauch.

Frauen* in Österreich erleben unter Schwarz-Blau eine Regierung, die versucht, ihnen hart erkämpfte Rechte nach und nach zu nehmen – zugunsten eines konservativen Rollenbildes. Manches, wie die Bewertung von Arbeitssuchenden via Algorithmus, der Frauen und Minderheiten automatisch schlechter einstuft, geschieht unter den Augen der Öffentlichkeit. Anderes, wie die parlamentarische Bürgerinitiative “fairändern” wird im Verborgenen vorangetrieben.

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Mysterium „weiblicher Autismus“

Meine Mutter hat für jedes von uns Kindern ein Fotoalbum angelegt und zu den Fotos auch die Bilder gesteckt, die wir in der Zeit gemalt haben. Nimmt man die Bilder heraus und dreht sie herum, liest man folgendes: „Apfelbaum von Marlies, 2 Jahre“. „Apfelbaum von Marlies, 3 Jahre“. „Apfelbaum von Marlies, 4 Jahre“. „Apfelbaum von Marlies, 5 Jahre“.

Erzieher*innen, Lehrer*innen, meine Eltern – alle fanden es merkwürdig. Aber eine Erklärung fand man nicht. Autismus bei Mädchen? Das gibt’s doch gar nicht, dachte man. Doch woher rührt diese Annahme? Weiterlesen

Facetten des Spektrums – Moritz aus Neuseeland

Kein Kakapo, aber trotzdem süß: Der Kea.

Wer mir auf Twitter folgt, kennt meine Vorlieben für Kohlenhydrate, ausgiebiges Granteln und süße Tiere. Unlängst habe ich mich dort über ein besonders niedliches Tier ausgelassen: Den zeitweise vom Aussterben bedrohten, flugunfähigen Kakapo, eine in Neuseeland beheimatete Papageienart. Meine Begeisterung teilten viele meiner Follower, auch ein deutscher Twitterer namens Moritz, der zufällig ebenfalls in Neuseeland lebt. Da ich seine Lebensgeschichte sehr spannend finde, habe ich ihn gebeten, sie auch mit euch zu teilen:

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Wünsch dir was?

 

Stell dir vor, du wachst auf und vor deinen Augen schwebt eine Zauberstab schwingende Fee, begleitet von weichem Licht, Feenstaub, Glöckchen und was eben so dazu gehört. Nach dem ersten Schrecken und ein bisschen Ungläubigkeit, Augenreiben und dem Wunsch nach einer großen Menge Kaffee kommt sie auch schon zur Sache. Die klassischen drei Wünsche sind gerade aus (oder sie will am frühen Morgen nicht so viel arbeiten, man weiß es nicht), darum lässt sie dir genau eine Wahl: Du kannst weiterhin autistisch bleiben, oder aber du bist mit nur einem Wink ihres Zauberstabs neurotypisch. „Normal“. Nichtbehindert. Unauffällig. In jeder Hinsicht durchschnittlich. Was würdest du tun?

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Interview mit ergopraxis – „Ich lasse mich nicht auf faule Kompromisse ein“

Vor einiger Zeit hatte ich die Ehre, der Fachzeitschrift ergopraxis ein Interview zu meinem ersten Buch „Verstörungstheorien“ zu geben. Dabei entwickelte sich ein angenehmes und anregendes Gespräch über Autismus, Teilhabe und Therapien, an das ich bis heute gern zurückdenke. Thieme stellt das Interview ausnahmsweise kostenfrei zur Verfügung und erlaubt mir, es euch hier zu zeigen. Vielen Dank dafür! Weiterlesen