Kommentar zur parlamentarischen Bürgerinitiative „fairändern“

Schwangere Person hält ein Ultraschallbild eines Fötus vor ihrem Bauch.

Frauen* in Österreich erleben unter Schwarz-Blau eine Regierung, die versucht, ihnen hart erkämpfte Rechte nach und nach zu nehmen – zugunsten eines konservativen Rollenbildes. Manches, wie die Bewertung von Arbeitssuchenden via Algorithmus, der Frauen und Minderheiten automatisch schlechter einstuft, geschieht unter den Augen der Öffentlichkeit. Anderes, wie die parlamentarische Bürgerinitiative “fairändern” wird im Verborgenen vorangetrieben.

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Mysterium „weiblicher Autismus“

Meine Mutter hat für jedes von uns Kindern ein Fotoalbum angelegt und zu den Fotos auch die Bilder gesteckt, die wir in der Zeit gemalt haben. Nimmt man die Bilder heraus und dreht sie herum, liest man folgendes: „Apfelbaum von Marlies, 2 Jahre“. „Apfelbaum von Marlies, 3 Jahre“. „Apfelbaum von Marlies, 4 Jahre“. „Apfelbaum von Marlies, 5 Jahre“.

Erzieher*innen, Lehrer*innen, meine Eltern – alle fanden es merkwürdig. Aber eine Erklärung fand man nicht. Autismus bei Mädchen? Das gibt’s doch gar nicht, dachte man. Doch woher rührt diese Annahme? Weiterlesen

Facetten des Spektrums – Moritz aus Neuseeland

Kein Kakapo, aber trotzdem süß: Der Kea.

Wer mir auf Twitter folgt, kennt meine Vorlieben für Kohlenhydrate, ausgiebiges Granteln und süße Tiere. Unlängst habe ich mich dort über ein besonders niedliches Tier ausgelassen: Den zeitweise vom Aussterben bedrohten, flugunfähigen Kakapo, eine in Neuseeland beheimatete Papageienart. Meine Begeisterung teilten viele meiner Follower, auch ein deutscher Twitterer namens Moritz, der zufällig ebenfalls in Neuseeland lebt. Da ich seine Lebensgeschichte sehr spannend finde, habe ich ihn gebeten, sie auch mit euch zu teilen:

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Wünsch dir was?

 

Stell dir vor, du wachst auf und vor deinen Augen schwebt eine Zauberstab schwingende Fee, begleitet von weichem Licht, Feenstaub, Glöckchen und was eben so dazu gehört. Nach dem ersten Schrecken und ein bisschen Ungläubigkeit, Augenreiben und dem Wunsch nach einer großen Menge Kaffee kommt sie auch schon zur Sache. Die klassischen drei Wünsche sind gerade aus (oder sie will am frühen Morgen nicht so viel arbeiten, man weiß es nicht), darum lässt sie dir genau eine Wahl: Du kannst weiterhin autistisch bleiben, oder aber du bist mit nur einem Wink ihres Zauberstabs neurotypisch. „Normal“. Nichtbehindert. Unauffällig. In jeder Hinsicht durchschnittlich. Was würdest du tun?

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Interview mit ergopraxis – „Ich lasse mich nicht auf faule Kompromisse ein“

Vor einiger Zeit hatte ich die Ehre, der Fachzeitschrift ergopraxis ein Interview zu meinem ersten Buch „Verstörungstheorien“ zu geben. Dabei entwickelte sich ein angenehmes und anregendes Gespräch über Autismus, Teilhabe und Therapien, an das ich bis heute gern zurückdenke. Thieme stellt das Interview ausnahmsweise kostenfrei zur Verfügung und erlaubt mir, es euch hier zu zeigen. Vielen Dank dafür! Weiterlesen

Inklusion ist überlebensnotwendig

In Deutschland leben 7,6 Millionen schwerbehinderte Menschen, in Österreich sind es weitere 1,6 Millionen – in der Summe also 9,2 Millionen Menschen, deren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben eingeschränkt ist. Um sie teilhaben zu lassen, müssen sie in das soziale Leben und in das Berufsleben inkludiert werden.

Doch Inklusion von Menschen mit Behinderung gehört zu den aktuell umstrittensten Themen, wird oft für gescheitert erklärt und hat lang nicht die Dringlichkeit, die notwendig wäre. In Folge dessen fristen viele dieser Menschen in Parallelgesellschaften ein unselbstständiges Dasein, was immer wieder unangenehme oder gewaltvolle Situationen für sie entstehen lässt.  Weiterlesen